Spricht man heute von Glasfusing, verbirgt sich dahinter die ofengeformte Glasgestaltung in ihrer unendlichen Vielfalt. Diese Technik - das Verschmelzen von unterschiedlichen Glasteilen - ist ein ca. 2200 Jahre altes Glasverarbeitungsverfahren. Damals wurden Glasstangen zu Glas-Schalen verschmolzen. Heute ist Glasfusing eine der modernsten Glasverarbeitungstechniken in der Glasgestaltung. Voraussetzung ist das Wissen um die Eigenschaften des Glases und das kreative Experimentieren mit dem Werkstoff Glas.
In den letzten 30 Jahren wurde diese Technik wesentlich weiterentwickelt. In der heutigen Zeit werden verschiedene unifarbene oder mehrfarbige Glasplatten, kleine zerstoßene Glasstücke (Granulate), dünne Glasfäden (Stringer), hauchdünne Glasplättchen (Confettis), unter Berücksichtigung der Kompatibilität, in speziellen Brennöfen bei einer Temperatur von 780° - 850° zu einer Glas-Platte verschmolzen. Dieser Brennvorgang dauert, abhängig von der Dicke und dem Durchmesser des Glases, ca. 18 bis 22 Stunden.
Die so entstandenen Glasplatten können nun in einem oder mehreren Brennvorgängen bei 680° - 730° durch Biegen und Absenkungen in Formen zu Glasschalen und Glasobjekten weiterverarbeitet werden
Jedes so entstandene Glasobjekt ist ein in Handarbeit hergestelltes Unikat. Das fertige Glasprodukt ist exklusiv und individuell. Mit einem eigenen Charakter, geprägt durch Farbe, Licht und Form.